Geh jetzt raus und mach geilen Scheiß
Ein kurzer Bericht über die Bedeutung von Motivation
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| Hier wird das unbeschreibliche Licht besonders deutlich: Etwas hart von der Sonne, die zu diesem Zeitpunkt noch niedrig steht |
Graz, 19.03. 2017: Ich hatte bisher einen ganzen Tag in der Stadt verbracht und dank einer ausführlichen und interessanten Führung bereits die wichtigsten Orte gesehen und erste Fotos geschossen. Soweit war ich zufrieden, allerdings wurde schon am Vorabend der Wunsch immer größer, sich in den Morgenstunden alleine durch die Stadt zu schlagen, die Stimmung auf mich wirken zu lassen und letztendlich meine Eindrücke in Form von hochwertigen Fotos zu präsentieren. Früh am Morgen loszuziehen hat immer etwas befreiendes und entspannendes und es tut wirklich gut, die Stimmung der Stadt ohne hektische Menschen (und Touristen) auf sich wirken zu lassen. Die Vorfreude wurde bis zu diesem Morgen immer größer und so war es für mich kein Problem vor allen Anderen aufzustehen und in Richtung Innenstadt zu schlendern. Schon auf dem Weg zur Tür wurde aus der Vorfreude Motivation. Kurz bevor ich nach draußen ging, hatte ich nur einen Gedanken im Kopf:
"Du hast ungefähr zwei Stunden, du bist allein, du hast die Stadt für dich und alle Möglichkeiten. Geh jetzt da raus und mach geilen Scheiß"
So lächerlich das auch klingen mag und so sehr mich die Formulierung an einen schlechten Box-/Football-/Baseball-/ Fußball-/ sonstigen Film aus dem sportlichen Bereich erinnert, so sehr blieb sie mir doch im Unterbewusstsein, während die ersten Sonnenstrahlen durch die Straßen und Gassen von Graz kamen. Ich liebe es, wenn die Sonne noch nicht so hoch steht und etwas diffuses Licht zwischen den Häusern hervorscheint! Motiviert durch meine Möglichkeiten und das schöne Wetter legte ich los. Was nun folgte, waren zwei Stunden voller Einsatz. Lange habe ich nicht mehr so vielseitig fotografiert wie an diesem Tag. Ich habe mich - ohne mich unter Druck zu setzen!- an meine Grenzen gebracht, habe mich mit jedem Motiv intensiv befasst, ausprobiert, mal in Belichtungsreihe fotografiert, mal den Winkel variiert oder Bilder für ein Panorama geschossen. Wie ich fotografiert habe und wie viele verschiedene Techniken ich angewandt habe, ist mir erst aufgefallen, als ich die Fotos entwickelt habe. Da hat sich gezeigt, dass die Aneignung von Wissen und das ständige Fotografieren schon innerhalb der letzten Monate wieder zu einem Fortschritt geführt haben.
Am Ende waren es aber die große Vorfreude und die Motivation, die ausschlaggebend waren. In solchen Momenten genieße ich die Stimmung, man könnte fast sagen ich fühle meine Fotos und gebe mein Bestes, dieses Gefühl festzuhalten. Ohne Motivation bringt alles theoretische Wissen nichts. Dafür war Graz das beste Beispiel. Vom ersten Moment an wirkte die Stadt auf mich und dank der Führung von Lara (noch einmal vielen, vielen Dank!!) wurde mein Blick auf die Vorgänge und Gebäude der Stadt noch erweitert. Einige Ideen begannen im Kopf zu wachsen, andere entstanden ganz spontan unter dem Einfluss von der Stimmung und den Menschen um mich herum. Was bleibt ist noch mehr Motivation für das nächste Projekt, die Erinnerung an das unbeschreibliche Gefühl am Sonntag Morgen und unendlich viele Bilder. An den Ergebnissen freue ich mich jeden Tag aufs Neue!

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