Dienstag, 28. März 2017

Tipps und Anleitungen

How I did it: Batman-Kirche


1. Die Kirche 

Bei der Batman-Kirche handelt es sich um die Würzburger St. Johannis Kirche, die ihren Spitznamen den beiden spitzen Kirchtürmen zu verdanken hat. Nach großen Schäden durch Bombenangriffe im Jahr 1945 übernahm Reiner Riemerschmid die weitere Gestaltung. Die Kirche gilt als Mahnmal und erinnert an die Schrecken des Krieges. Außerdem erinnert sie an die Verantwortung für den Frieden. 


2. Die Idee

Nachdem ich das erste Mal von der Kirche gehört hatte, wollte ich sie sofort fotografieren. Dabei sollte das Foto eine düstere Stimmung vermitteln. 


3. Die Umsetzung 

3.1 Kamera und Objektivwahl

Um die gesamte Kirche auf das Foto zu bekommen, aber gegebenenfalls auch "Batmans Maske" im Detail, wählte ich die Sony A77 mit dem 18-135mm. 


3.2 Fotografische Umsetzung 

Um ein markantes Aussehen der Kirche zu erzielen, entschied ich mich in Belichtungsreihe zu fotografieren und die Fotos per Software zu einem HDR-Foto zusammenzusetzen. Dafür verwendete ich fünf Fotos zu 0,7 EV. 


3.3 Entwicklung und Nachbearbeitung 

Das Zusammenfügen der Fotos geschah nach dem Import in Lightroom mittels HDR Efex Pro (Nik Collection). Normalerweise wähle ich als Voreinstellung "Realistisch" oder "Architektur" und die passende Unterkategorie. Danach passe ich die weiteren Einstellungen manuell an. Als das HDR erstellt war, erfolgte die SW-Entwicklung in Lightroom, wobei ich im Normalfall die Kontraste sehr hoch ziehe. Danach wurden Lichter, Tiefen, Schwarz und weiß und alle übrigen Einstellungen vorgenommen. Das geschieht nie nach einem bestimmten Muster, sondern immer nach Gefühl. Mit dem Radial-Filter und dem Pinsel fügte ich an einigen Stellen Licht und Klarheit hinzu, um Details und Formen hervorzuheben. In GIMP wandte ich noch ein kurzes Dodge&Burn an (Dazu eine neue Ebene erstellen und im Modus weiche Kanten belassen; mit weißem Pinsel helle Stellen hervorheben und mit schwarzem Pinsel auf einer neuen Ebene im gleichen Modus die dunklen Stellen verstärken. Der Effekt kann über die Deckkraft der Ebenen gesteuert werden. Ist der Effekt nach dem Anpassen nach wie vor zu stark, kann auch die Deckkraft des Pinsels reguliert werden). Abschließend wurde geschärft. 


4. Fazit

So düster kann ein SW-Foto wirken. Nach viel Herumprobieren war ich mit dem Endergebnis voll zufrieden. Für mich ist eine grobe Idee schon vor dem Foto äußerst wichtig. Noch besser ist eine Vorstellung vom Endergebnis und der Entwicklung während dem Fotografieren. Ab dann lohnt sich das Dranbleiben und Ausprobieren. 


5. Erwähnung

Mein großer Dank geht an die facebook-Seite Würzburg erleben, die das Foto auf ihrer Seite gepostet hat. 

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