Wie ich City Lives in meinen Alltag integriere
Mit diesem Post möchte ich dazu motivieren, Fotografie und eigene Projekte trotz stressigem Arbeitsalltag anzupacken und umzusetzen. Um mein Vorgehen verständlicher zu machen, möchte ich zunächst einen groben Überblick über mein Arbeitspensum geben und erklären, aus welchen Pflichten und Tätigkeiten sich mein Tag und meine Woche zusammensetzen. Grundsätzlich würde ich mein Arbeitspensum als stark variierend bezeichnen, wobei ein Großteil meines Tagesverlaufs fix vorgegeben ist und keine weitere Planung erfordert. Außerhalb dieser Zeit organisiere ich anfallende Aufgaben nicht mit einem Kalender oder einem konkreten Plan, sondern halte mir anstehende Termine und Deadlines innerlich vor Augen und versuche dann, anstehende Aufgaben so schnell es geht abzuschließen. Wie lange das dauert, ist davon abhängig, wie anspruchsvoll und zeitaufwändig der Arbeitsauftrag ist und inwiefern ich bei der Erledigung auf Andere angewiesen bin. Damit kann ein Tag bei normalem Arbeitspensum zwar sehr stark verplant und ausgefüllt sein, erlaubt mir aber auch in geringem Maße Flexibilität bei der Planung und Umsetzung meines Projekts. Erhöht sich das Arbeitspensum noch weiter, ist diese Flexibilität nicht mehr gegeben und der Tag kann nicht mehr genug Stunden haben. Warum ich trotzdem laufend posten kann, möchte ich in kurzen Unterüberschriften aufführen.
1. Zeit sparen
Klingt einfach, ist es aber nicht. Ich gewöhne mir immer mehr an, wichtige Tätigkeiten über die Dauer des Tages hinweg aufzuteilen oder in Wartezeiten zu integrieren. Zu letzteren zähle ich beispielsweise den Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Während dieser Zeit lese ich Blogposts, die mich interessieren, lese die aktuellen Nachrichten und klicke mich durch die Beiträge von Fotografen, denen ich folge. Um nicht jedes Mal aufwändig suchen zu müssen, habe ich mir Facebook-Seiten, die mich interessieren, in einer Interessenliste zusammengefasst und kann mich so ohne aufwändiges Klicken und Suchen auf dem neusten Stand halten.
Bilder auswählen und bearbeiten teile ich auf mehrere kleine Zeitabschnitte auf. Es muss viel gedruckt werden? Perfekt! Zeit, Lightroom zu öffnen und die ersten Bilder zu sortieren, usw.
Bilder auswählen und bearbeiten teile ich auf mehrere kleine Zeitabschnitte auf. Es muss viel gedruckt werden? Perfekt! Zeit, Lightroom zu öffnen und die ersten Bilder zu sortieren, usw.
2. Fotografieren, fotografieren, fotografieren
Ich betrachte Fotografieren mittlerweile nicht nur mehr als eine Möglichkeit, meine Woche zu gestalten, sondern als Bestandteil einer erfolgreichen Woche. So zwinge ich mich selbst dazu auch unter Zeitdruck gute Fotos zu machen. Selbsteinschätzung ist da eine große Hilfe: Ich weiß, dass ich nach einem langen Tag zumindest eine halbe Stunde brauche, bevor ich mich wieder an die Arbeit machen kann. Anstatt in dieser Zeit nur rumzusitzen, nutze ich diesen Zeitraum nun um die Fotos zu machen, die ich zuvor im Kopf hatte. Dabei ist ein grober Plan und ein klares Ziel förderlich, um möglichst wenig Zeit zum Überlegen zu verlieren. So weiß ich schon bevor ich meine Kamera in der Hand halte, WAS ich WO WIE und bei WELCHEM LICHT fotografieren will und im Idealfall auch in welchem Winkel. Den Zeitraum halte ich dabei strikt ein. Auch wenn dieses Vorgehen anfangs relativ aussichtslos und stressig erscheint, so hat es mir geholfen, Bildideen schneller und konzentrierter umzusetzen. Für ein Foto, für das ich vor einem Jahr noch mindestens 45 Minuten einplanen musste, brauche ich mittlerweile nur noch die Hälfte der Zeit. Da mir bewusst ist, dass das Bild in dieser Zeit sitzen muss, achte ich mehr auf kleinere Fehler und habe so letztendlich weniger Ausschuss. Das hat wiederum zur Folge, dass das Entwickeln und die Nachbearbeitung deutlich schneller gehen. Wie ich Fotos plane
3. Anforderungen an sich selbst und den Tag
Mit der Zeit habe ich beschlossen, dass ein Tag für mich dann erfolgreich ist, wenn er mich bereichert hat. Und genau dieses Kriterium erfüllen die konsequente Auseinandersetzung mit Kamera, Tipps und Informationen zur Fotografie, die Umsetzung meiner Ideen und die Interaktion mit Bloglesern und Followern, aber auch Tätigkeiten in vielen anderen Bereichen außerhalb der Fotografie. Inwiefern man solche Anforderungen an sich und den Tag stellen möchte, bleibt jedem selbst überlassen, aber mir hat es definitiv geholfen, City Lives zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.
4. Sich den eigenen Grenzen bewusst sein
Schließlich möchte ich betonen, dass es ein Hobby oder ein eigenes Projekt natürlich auch ruinieren kann, wenn man nicht mehr nur dafür lebt, sondern sich ständig selbst unter Druck setzt. Natürlich ist Disziplin wichtig, allerdings sollte jeder selbst wissen, wo seine Grenzen liegen und wie lange es ihm Spaß macht. Ich mache in den letzten Jahren die Nacht häufig zu einem zweiten Tag, um mein Arbeitspensum erfüllen und mich trotzdem mit meinen Hobbys und City Lives befassen zu können. Dabei gehe ich aber nicht bis ans Äußerste, sondern so weit, wie ich mir sicher sein kann, dass mein Alltag noch geregelt stattfinden kann.
Letztendlich bringt es nichts, sich das Vorgehen eines Anderen aufzuzwingen. Vielmehr sollte durch Ausprobieren, Erfolg und Scheitern eine eigene Strategie entwickelt werden, die für einen selbst gut umzusetzen ist.
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